Im Winter, wenn die Tage und vor allem Nächte immer kälter werden, haben es Obdachlose besonders schwer – jedes Jahr erfrieren einige von ihnen im Schlaf. In Berlin gibt es im Rahmen der Sozialarbeit seit 1989 die Kältehilfe, die obdachlosen Menschen unbürokratisch Übernachtungsmöglichkeiten anbietet. Die wohnungslosen Menschen werden in den kalten Monaten täglich vom Kältebus im gesamten Stadtgebiet abgeholt und in die Einrichtungen gefahren.

Viele Wohlfahrtsverbände und Kirchengemeinden beteiligen sich daran, in diesem Jahr zum zweiten Mal auch der Internationale Bund: Vom 15.11.2017 bis 31.3.2018 betreibt er eine Kältehilfestation für 30 Menschen in der Königin-Luise Straße 98 in Berlin-Dahlem, die einzige im Bezirk. Hier können sich die Menschen täglich von 19 Uhr bis 7 Uhr am nächsten Tag aufhalten, schlafen und duschen.

Es gibt acht Zimmer und einen Gemeinschaftsraum mit einer Küche. Auszubildende des Internationalen Bundes sorgen für Frühstück und ein warmes Abendessen, welches sie in der Ausbildungsküche in der Neuköllnischen Allee zubereiten und in eingefrorenen Portionen in die Einrichtung liefern. Bei einem Social Day am 13. November wurde die Notunterkunft von zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie IB-Mitarbeitern eingerichtet. Die Erstausstattung (Betten, Schränke, Herd, Bänke, Tische, Kühlschrank, Spülmaschine) stammt aus Spenden und Eigenmitteln.

Weitere Informationen gibt es bei der Projektkoordinatorin Claudia Nickel:
Tel. (030) 801 06 53-12, claudia.nickel@internationaler-bund.de